Dienstag, 22. Juni 2021 HAZ Wennigsen Weg ist frei für Nimmerland-Neubau In der Ortsmitte soll eine Kindertagesstätte für 65 Jungen und Mädchen entstehen Von Frank Hermann

Dienstag, 22. Juni 2021 HAZ Wennigsen Weg ist frei für Nimmerland-Neubau In der Ortsmitte soll eine Kindertagesstätte für 65 Jungen und Mädchen entstehen Von Frank Hermann

Sie beobachten den Beginn der Abrissarbeiten in Holtensen: Wilhelm Subke (von links), Marianne Kügler und Christoph Meineke.fotos: Frank Hermann

Holtensen. Schwere Baumaschinen haben am Montag mit dem
Abriss des ehemaligen Volksbank- und Hortgebäudes in der
Holtenser Ortsmitte begonnen. Auf der zentralen Fläche neben
dem Dorfgemeinschaftshaus (DGH) will die Gemeinde Wennigsen
ein zweigeschossiges Haus für die kommunale Kindertagesstätte
Nimmerland errichten. Voraussichtlich im Jahr 2022 soll der rund
1,8 Millionen Euro teure Neubau stehen.
„Endlich geht es los und wir kommen einen deutlichen Schritt
voran, um die Platzprobleme im Nimmerland-Kindergarten zu
lösen“, sagte Holtensens Ortsbürgermeister Wilhelm Subke am
Montag. Gemeinsam mit Amtskollegin Marianne Kügler aus dem
Nachbarort Bredenbeck, mit Gemeindebürgermeister Christoph
Meineke und mit Friedrich Krone, Vorsitzender des
Dorfgemeinschaftsvereins, hat Subke den Beginn der
Abrissarbeiten beobachtet.
Schon seit vielen Jahren gebe es Bemühungen, eine Lösung für die
Tagesstätte zu finden. Derzeit sind die zwei Nimmerland-
Betreuungsgruppen mit 43 Jungen und Mädchen im ehemaligen
Küsterhaus der evangelischen Kirchengemeinde untergebracht.
Allerdings genügt dieses Haus neben der Kirche nicht mehr den
aktuellen Standards und hält sowohl im Innen- als auch im
Außenbereich nicht genügend Platz vor. Auf dem rund 1550
Quadratmeter großen Grundstück in der Ortsmitte soll nun ein
zweigeschossiger Kita-Neubau für zwei Gruppen mit jeweils 25
Kindern ab drei Jahren sowie mit einer Krippengruppe für 15
Kleinkinder im Alter bis drei Jahren entstehen. Zu diesem Zweck
lässt die Gemeinde Wennigsen jetzt das ehemalige Volksbank- und
Hortgebäude abreißen.
„Wir haben zunächst geprüft, ob sich der Altbau noch nutzen lässt.
Aber die Bausubstanz ist zu schlecht. Hinzu kommen hohe
Auflagen für den Brandschutz. Darum haben wir uns für einen
Neubau mit großen und hellen Räumen entschieden“, erläuterte
Christoph Meineke.
Mit dem Abriss wolle die Gemeinde nun Fakten vor der
Kommunalwahl im Herbst schaffen und weiteren Planungen den
Weg ebnen. Derzeit laufen laut Meineke bei drei Architektenbüros
die Abfragen im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung. Alle
drei Büros verfügten über Erfahrungen mit Gebäuden für
pädagogische Zwecke sowie beim nachhaltigen und
energieeffizienten Bauen.
Möglichst im Herbst solle feststehen, welches Büro den
Planungsauftrag erhalte und mit welchen Kosten die Gemeinde
realistisch rechnen muss. Für Abriss- und Planungskosten hat die
Gemeinde rund 200 000 Euro im Haushalt 2021 eingestellt. Hinzu
kommen Verpflichtungsermächtigungen über eine Million Euro für
den Haushalt 2022 sowie 800 000 Euro für 2023.
„Derzeit prüfen wir, welche Fördermöglichkeiten wir aus Mitteln
des Bundes, des Landes Niedersachsen und der Region Hannover
für die neue Kita Nimmerland nutzen können“, betonte Meineke

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