Bericht HAZ Vom 04.09.2026 Pläne für ein neues Quartier im Dorfkern

Bericht HAZ Vom 04.09.2026 Pläne für ein neues Quartier im Dorfkern

Wennigsen

Pläne für ein neues Quartier im Dorfkern

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Entwürfe nach Kritik angepasst: In Bredenbeck sollen auf dem Gelände des Mensingschen Gartens drei Gebäude mit rund 30 Wohnungen entstehen

Von Ingo Rodriguez

04.09.2026, 00:00 Uhr

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Bredenbeck.

Gut acht Jahre nach den ersten Projektideen werden die Pläne für ein neues Wohnquartier in Bredenbeck verbindlicher: Der Ortsrat hat nach einer erneuten Präsentation die Gemeinde Wennigsen beauftragt, den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan vorzubereiten. Auf dem Gelände des Mensingschen Gartens soll ein dreiteiliges Gebäudeensemble mit rund 30 Wohnungen entstehen. Das Konzept berücksichtigt nahezu alle Zielgruppen: ältere Menschen, betreutes Wohnen, Familien und Singlehaushalte.

„Die Anwohnerschaft hat in einem Schreiben erklärt, dass sie mit der Planung jetzt zufrieden ist“, berichtet Bredenbecks Ortsbürgermeisterin Marianne Kügler (CDU). Hintergrund ihrer Aussage ist anfängliche Kritik – seitens der Anwohnerschaft und der Kommunalpolitik. Eine Nachbarschaftsinitiative hatte vor fünf Jahren sogar eine Unterschriftenliste gegen die Neubaupläne initiiert und an den Ortsrat, die Gemeinde, die Grundstückseigentümer sowie den beauftragten Architekten übergeben.

Zu viele Wohnungen, zu wenig Parkplätze, zu hohe Häuser und eine viel zu stark befahrene Zuwegung über die schmale Anliegerstraße Am Schönen Hope: Das wollten die Anwohner nicht so hinnehmen. Inzwischen seien die Planungen angepasst worden, sagt Ortsbürgermeisterin Kügler.

Aus den Entwürfen geht hervor: Das neue Quartier soll künftig über eine Zufahrt an der Wennigser Straße zu erreichen sein. Inzwischen sind auch nur noch rund 30 Wohneinheiten geplant – anstatt ursprünglich 45. In den neuen Entwürfen orientiert sich die geplante Firsthöhe deutlich an den Häusern des benachbarten Wohnblocks. „Weil auf dem Baugrundstück viel Erde abgetragen werden soll“, sagt Kügler. Außerdem seien jetzt auch mehr Parkplätze berücksichtigt worden, um zugestellte Anliegerstraßen zu vermeiden.

Architekt Carsten Strate erläutert einige Hintergründe: Demnach handelt es sich bei dem geplanten Baugrundstück um den Garten des Mensingschen Hofes. Das Areal erstreckt sich hinter dem heutigen Dorfgemeinschaftshaus bis zum denkmalgeschützten Wohngebäude des früheren Hofes an der Wennigser Straße. Strates Auftraggeber sind drei Geschwister aus Süddeutschland, die Nachfahren des einstigen Erbauers Christian Mensing: Dieser habe einen erfolgreichen Steinmetzbetrieb geführt, erzählt Strate.

Das 1903 errichtete Wohnhaus spielt für das geplante Quartier eine besondere Rolle: „Im Haupthaus mit Wohnungen soll auch ein Gemeinschaftsraum entstehen“, berichtet Architekt Strate. Hinter dem Gebäude sollen die Gebäude mit jeweils zwei Vollgeschossen und einem Satteldach in einer U-Form errichtet werden. Alle Wohnungen sollen barrierefrei und über einen Aufzug erreicht werden. Die geplanten Größen: „Von rund 30 bis 120 Quadratmeter“, sagt Strate.

Für Familien soll es demnach möglich sein, mehrere Wohneinheiten zusammenzulegen, um größere Wohnungen zu schaffen. Auch kleine Studentenwohnungen, Singleappartements und Wohnungen für Familien mit Kindern könnten entstehen, berichtet der Architekt. Das Gebäudeensemble soll im Erdgeschoss Galeriegänge umrahmen und eine gemeinsame Gartenanlage. Ziel der Eigentümer sei es, das neue Quartier später zu verkaufen, sagt Strate.

Ortsbürgermeisterin Kügler berichtet von weiteren Erschließungsplänen: Für eine Feuerwehrzufahrt soll demnach das Buswartehäuschen an der Wennigser Straße leicht versetzt werden. Für Müllfahrzeuge sei innerhalb des Quartiers eine durchgängige Strecke geplant.

Architekt Strate verweist auf die schon ursprünglich genannten Vorteile der innerörtlichen Verdichtung: „Vorhandene Infrastrukturen nutzen, anstatt neue Straßen zu bauen und weitere Landschaftsfläche zu versiegeln.“ Die lokalen Firmen, Unternehmen und die Menschen aus dem künftigen Quartier würden gegenseitig voneinander profitieren.

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