Finanzierung für Quartiersmanagement unsicher Haz vom 30.10.2026 von Thore Kessal
Finanzierung für Quartiersmanagement unsicher

Geld nur bis September 2027: Neue Fördermöglichkeiten für Bredenbeck werden gesucht
Von Thore Kessal
30.10.2026, 00:00 Uhr
Bredenbeck.
Im nächsten Jahr könnte ein herber Einschnitt für den Dorfgemeinschaftsverein Bredenbeck (DGV) bevorstehen: Zum 30. September 2027 läuft die Finanzierung des Quartiersmanagements durch die Deutsche Fernsehlotterie aus. Der Gemeinde Wennigsen würde in Zukunft Geld fehlen, um das Projekt am Leben zu erhalten. Rainer Hahne, Vorsitzender des Dorfgemeinschaftsvereins, betont: „Wir als Verein können das nicht allein finanzieren.“
Das Quartiersmanagement erfüllt im Ort seit seiner Gründung im Jahr 2022 wichtige Funktionen. „Es ist ein ganz wichtiger Baustein, es organisiert Veranstaltungen, vernetzt Gruppen miteinander und stellt vieles auf die Beine“, betont Hahne. Dazu kooperiert es mit Vereinen und Ehrenamtlichen.
Beispielsweise organisiert das Quartiersmanagement gemeinsam mit dem Seniorenbeirat Wennigsen die offenen Mediencafés, um ältere Menschen in der digitalen Welt zu unterstützen. Auch für Kinder gibt es Angebote, etwa die Kreativwerkstatt für Grundschüler und -schülerinnen. Für Alt und Jung bringt sich das Quartiersmanagement bei der Planung der Familiencafés im DRK-Familienzentrum oder der offenen Spieleabende ein. Außerdem unterstützt es Bürgerinnen und Bürger dabei, ihre Bedarfe zu äußern und sich aktiv an der Quartiersgestaltung zu beteiligen.
Federführend ist die hauptamtliche Quartiersmanagerin Kira Shoshana Nierste. „Ohne das Quartiersmanagement würden viele Projekte schwieriger werden, und manche würden sicherlich nicht weitergehen können“, sagt sie. Veranstaltungen drohen auszufallen, was zu Frust führen könnte. Nierste erklärt, warum ein Management aus ihrer Sicht unerlässlich ist: „Ganz vieles geschieht hier ehrenamtlich. Dafür braucht es Verbindungsstellen, sonst kocht hier jeder sein eigenes Süppchen.“ Dabei gehe es beispielsweise um die Raumplanung im Dorfgemeinschaftshaus.
„Ehrenamt braucht Hauptamt. Es braucht Leute, die das in Vollzeit machen, an die man sich rund um die Uhr wenden kann“, bekräftigt Nierste. In der Freizeit fehle dafür oftmals die Kapazität. Daher hoffe sie, dass die Gemeinde das Quartiersmanagement auch in Zukunft weiter finanzieren könne. „Das wäre schön für den ganzen Ort. In der Kommune sind die Gelder leider begrenzt“, so Nierste.
Aus diesem Anlass lud der DGV den Bundestagsabgeordneten und Barsinghäuser Ratsmitglied Tilman Kuban (CDU) in die Bredenbecker Scheune ein. Hahne sagt: „Wir suchen Möglichkeiten, die Unterstützung zu verlängern.“ Denn: „Je eher wir was finden, desto besser.“
Der Bundestagsabgeordnete findet lobende Worte für das Projekt. „Ich finde, dass es grundsätzlich ein ganz tolles Angebot ist.“ Das Treffen in der Scheune sei eine gute Möglichkeit, um über eine künftige Finanzierung ins Gespräch zu kommen. Er habe bereits nach möglichen Quellen recherchiert und sei dabei auf ein Programm der NBank mit dem Namen „Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement – Gute Nachbarschaft“ gestoßen. Dabei handelt es sich um ein Förderprogramm des Landes Niedersachsen.
Für Kuban sei es eine Möglichkeit, mit der NBank über eine Förderung zu sprechen. Ob eine weitere Finanzierung des Quartiersmanagements ab Oktober 2027 gelingt, könne er aber nicht versprechen. Nierste zeigte sich über den Besuch von Kuban erfreut: „Es war schön, ein paar Ideen und Impulse zu bekommen. Vom Gefühl her, war es sehr wohlwollend.
